SAB-Projekte

Der Freistaat Sachsen und die Europäische Union fördern gemeinsam Forschungsvorhaben von sächsischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Um die Innovationskraft der sächsischen Wirtschaft zu stärken, stehen den hiesigen Firmen und Forschungseinrichtungen zahlreiche unterschiedliche Förderinstrumente zur Verfügung.

In verschiedensten SAB-Projekten konnte das Fraunhofer IWS bereits sein fundiertes Know-How, innovative auf das Projekt abgestimmte Lösungen und langjährige Erfahrungen im Projektmanagement einbringen.

Dynamische 2D-Strahlformung für den optimierten Energieeintrag in Lasermaterialbearbeitungsprozessen (DynaBeam)

IWS Teilvorhaben:
Forschung und Simulation

Fördergeber: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Förderkennzeichen:
 100390823
Laufzeit:
 30.12.2019–31.03.2022


Abstract

Ziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung industriell nutzbarer Lasermaterialbearbeitungsprozesse, bei denen optimale Bearbeitungsergebnisse infolge eines zeitlich und räumlich kontrollier- und steuerbaren Energieeintrages durch Anwendung einer zweidimensionalen dynamischen Strahlmodulation erreicht werden sollen. Die Neuartigkeit des in diesem Forschungsvorhaben verfolgten Ansatzes besteht darin, erstmalig die Möglichkeiten einer Einspiegellösung zur schnellen 2D-Strahloszillation bei der Lasermaterialbearbeitung zu erforschen. Prozessseitig werden sowohl Simulationen als auch experimentelle Untersuchungen insbesondere zur Charakterisierung der lokal induzierten und zeitlich variierenden Temperaturfelder durchgeführt und miteinander abgeglichen. Dadurch soll ein umfassendes Prozessverständnis für die beiden im Fokus des Vorhabens stehenden Materialbearbeitungsverfahren, Laserschweißen und Laserhärten, erreicht werden. Durch die involvierten Industriepartner soll das Anwendungspotenzial der untersuchten Technologien anhand praxisnaher Aufgabenstellungen erforscht und bewertet werden. 

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Translation innovativer zellulärer Biophysik in die personalisierte Medizin (TrioMed)

IWS Teilvorhaben:
Entwickeln einer mikrofluidischen Kartusche

Fördergeber: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Förderkennzeichen:
 100367055
Laufzeit:
 15.07.2019–31.12.2021


Abstract

Das Ziel der Personalisierten Medizin ist die individuelle, zielgerichtete Diagnostik für den Patienten. Sie führt zu einer Unterscheidung, welche Therapie für welche Patientengruppen ausgewählt werden sollte – vergleichbar mit Konfektionsgrößen statt „Einheitsgrößen“. Die Personalisierte Medizin nutzt dazu vorgeschaltete diagnostische Tests, die Patienten-individuelle, z.B. zelluläre Merkmale, mit Hilfe geeigneter Biomarker beschreibt. Für viele Erkrankungen können jedoch keine der Biomarker für die klinische Praxis genutzt werden.

Neue Analyseverfahren ermöglichen aber durch Einzelzellanalyse Einblicke in die Diversität der Zellpopulationen, z.B. mechanische und optische Zelleigenschaften mittels eines biophysikalischen Blutbilds. Diese Methodik ermöglicht neue Analysen von Blutproben, die diagnostische und therapeutische Relevanz bei immunologischen als auch onkologischen Erkrankungen haben können.

Eine weitere technische Herausforderung besteht im Erfassen, Verarbeiten und Auswerten der während des Behandlungsprozesses generierten Daten. In der Praxis erfüllen Laboranten die Dokumentationspflicht oft durch ein manuelles Laborbuch, welches bisher aber nicht digital mit den Messdaten und Patienteninformationen verknüpft ist.

Für eine zukunftsträchtige Lösung dieser Herausforderungen kooperieren Uniklinik Dresden, Fraunhofer IWS und HTW Dresden mit den Firmen qualitype GmbH, MedicalSyn GmbH und Zellmechanik Dresden GmbH im Projekt „Translation innovativer zellulärer Biophysik in die personalisierte Medizin (TrioMed)“. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, das Verfahren des Biophysikalischen Blutbildes in der klinischen Praxis zu etablieren, um neuartige Biomarker nutzbar zu machen. Weiterhin soll den Vorgaben der Zulassungsbehörden zur guten Dokumentationspraxis durch Umsetzen eines „intelligenten Dialoges“ zwischen Klinik und Labor Sorge getragen werden, indem das in Dresden entwickelte System für Multiple Sklerose (MSDS3D) eine multidimensionale Datenintegration mit einem LIMS und Analysegeräten ermöglicht.

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Highspeed Erfassung und Regelung mikrophysiologischer Eigenschaften mit einer intelligenten Steuerung (HERMES)

IWS Teilvorhaben:
Systemerweiterung des mikrophysiologischen Systems durch Sensorik und Optimierung der Steuerung

Fördergeber: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Förderkennzeichen:
 100325949
Laufzeit:
 01.06.2019–30.11.2021


Abstract

Ziel des Projektes ist das Entwickeln eines innovativen automatisierten Messsystems zum Bestimmen der Vitalität von Herzmuskelzellen durch optische Analyse der Bewegungsmuster. Das angestrebte cyber-physische System besteht aus den Modulen:

  • Mikrophysiologische Systeme (MPS) sowie Protokolle für das Kultivieren von Herzmuskelzellen unter definierten Bedingungen,
  • Herzmuskelzell-Aktivitätsmesssystem mit integrierten Modulen zum Steuern und Regeln von mikrophysiologischen Systemen (Echtzeit),
  • Datenanalyse-Cloud (nicht Echtzeit).

Innerhalb des angestrebten cyber-physischen Systems werden komplexe Analyseaufgaben und große Datensätze in die Cloud verlagert. Weiterhin können mit anderen Geräten (Analyseautomaten zum Bestimmen von Biomarkern), Labor-Informations- und Management-Systemen (LIMS), Experten-Systemen sowie Datenbanken Informationen über Services ausgetauscht werden, ohne dass neue Hardwareschnittstellen erforderlich sind. Diese Plattform bildet die Grundlage dafür, dass die Herzmuskelzell-Aktivitätsmesssysteme wandelbar sind und lernend auf Umfeld und Bediener reagieren können. Sie können sich schneller und selbstständig an sich ändernde Einflüsse von außen anpassen, ohne manuell durch neue Hardwareverbindungen rekonfiguriert werden zu müssen. Die lokale Aktorik, Sensorik und Auswertung (Echtzeit) ist über eine „Aktive Netzwerkbrücke“ mit der Cloud (nicht Echtzeit) verbunden. Hauptaufgaben des IWS sind:

  • Weiterentwickeln und Optimieren der MPS (Integrieren von Stimulationselektroden und optischen Sensoren),
  • Weiterentwickeln der MPS-Steuerung (gezielte Stimulation, geschlossene Regelkreise),
  • Entwickeln und Optimieren eines IP-Cores für die Stimulation,
  • Erstellen einer Toolchain zum Generieren von Betriebssystem und Kernel für das Herzmuskelzell-Aktivitätsmesssystem,
  • Systemadministration des Herzmuskelzell-Aktivitätsmesssystems.

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Datengetriebene Prozess-, Werkstoff- und Strukturanalyse für die Additive Fertigung (AMTwin)

IWS Teilvorhaben:
Herstellung von laseradditiv aufgebauten Ti-6Al-4V-Strukturen und experimentelle 3D-Charakterisierung zur ortsaufgelösten Eigenschaftsanalyse

Fördergeber: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Förderkennzeichen:
100373343
Laufzeit:
23.12.2019–30.06.2022


Abstract

Additive Fertigungsverfahren (Additive Manufacturing - AM) bieten das Potential, lastpfad- und materialgerecht optimierte Bauteile mit hohem Leichtbaugrad zu fertigen. Dabei ermöglicht AM völlig neuartige Bauteilkonzepte. Es wird erwartet, dass in den nächsten Jahren weitaus größere Stückzahlen von AM-Bauteilen für Automotive- und Luftfahrtanwendungen benötigt werden.

Eine grundlegende Herausforderung bei der Überführung der AM in die ressourceneffiziente, wirtschaftliche und zuverlässige industrielle Anwendung ist in einem unzureichenden und bisher zu wenig systematisierten Wissen zu Prozess-Struktur-Eigenschaftsbeziehungen zu sehen. Daher ist eine Weiterentwicklung der Methoden zur Materialqualifizierung, Struktur- und Prozesssimulation sowie Bauteilkonstruktion und Qualitätssicherung notwendig. Die rasant voranschreitende Digitalisierung in der Werkstoff- und Produktionstechnik ermöglicht in diesem Zusammenhang vollkommen neue Ansätze zur Untersuchung der Zusammenhänge von Prozessparametern, Mikrostruktur und Bauteileigenschaften.

Das Kernziel des Vorhabens AMTwin besteht in der Entwicklung von digitalen Engineering-Methoden für die additive Fertigung insbesondere von Metallbauteilen. Dabei wird ein experimentell-numerischer Ansatz zur Erforschung von Prozess-Struktur-Eigenschaftsbeziehungen verfolgt. Durch die konsequente Akquise von Werkstoff, Prozess- und Bauteildaten entsteht ein sogenannter Digitaler Zwilling, d.h. ein digitales Abbild des AM-Prozesses. Weiterhin werden Simulationsmethoden zur Auslegung von sowohl AM-Fertigungsprozessen als auch von AM-Bauteilen bereitgestellt. Zugleich werden Prüfmethoden für AM-Bauteile entwickelt, die für die Qualitätsprüfung und für die Validierung der Simulationen benötigt werden.

Aufgrund der Komplexität des Fertigungsverfahrens werden in AMTwin modellbasierte Simulationsansätze mit Methoden des maschinellen Lernens zur Analyse der umfangreichen werkstoff-, prozess- und bauteilbezogenen Daten, die in den Bau- und Prüfprozessen sowie in der simulationsbasierten Auslegung generiert werden, kombiniert. Dies ermöglicht einen systematischen Wissensaufbau. Die Methoden werden zu Beginn des Vorhabens grundlagenorientiert entwickelt und sind so auf andere Prozesse übertragbar.

Experimentelle Untersuchungen und virtueller Entwicklungsprozess liefern wesentliche Erkenntnisse hinsichtlich der Interaktion zwischen Prozessführung, resultierender Werkstoffstruktur und Bauteileigenschaften. Mit AMTwin wird die fachübergreifende Kooperation verschiedener Institute der Technischen Universität Dresden mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen nachhaltig intensiviert. Durch die Ausbildung exzellenter Fachkräfte an einem zukunftsorientierten, wirtschaftlich essenziellen und interdisziplinären Thema wird die Innovationskraft Sachsens gestärkt.

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Laser-basiertes Prozessieren einer neuartigen near-beta Ti-Nb-Zr-Legierung zur Herstellung und Funktionalisierung von Knochenimplantaten für Patienten mit altersbedingter Osteoporose (OsteoLas)

Teilvorhaben IWS:
Biofunktionalisierung von SLM-Prozessierten Formkörpern mittels Direkter Laserinterferenzstrukturierung

Fördergeber: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Förderkennzeichen:
100382988
Laufzeit:
23.12.2019–31.03.2022


Abstract

In der Implantatfertigung gewinnen Laser-basierte Verfahren an rasant zunehmender Bedeutung. Additive Verfahren, vor allem selektives Laserschmelzen (SLM), werden als DIE Schlüsseltechnologien für Metallimplantate angesehen. Neben dem Potenzial zur Patienten-individualisierten Implantatfertigung zeichnen sich diese materialeffizienten Verfahren durch einen hohen Designfreiheitsgrad sowie der Möglichkeit einer endkonturnahen Produktherstellung aus. Die topographische Beschaffenheit der Implantatoberfläche ist einer der wichtigsten Faktoren für das Anwachsen von Knochengewebe (Osseointegration) und ist maßgeblich für die Biokompatibilität bzw. Körperverträglichkeit des Implantates verantwortlich. Das gezielte Funktionalisieren der Oberfläche kann mit einer weiteren Schlüsseltechnologie der Zukunft - der direkten Laserinterferenzstrukturierung (engl. Direct Laser Interference Patterning) – realisiert werden. Maßgeschneiderte hierarchische Oberflächentopographien mit Mikro- und Nanometerauflösung können zu einer verbesserten Knochenzellaktivität führen. Infolge kann so die Stabilität der Implantat/Knochen-Verbindung gezielt gesteuert und das Einheilverhalten signifikant verbessert werden.

Ziel des beantragten Vorhabens ist die materialspezifische Entwicklung einer ganzheitlichen Laserverfahrensbasierten Prozesskette zum Herstellen von orthopädischen Formkörpern mit maßgeschneiderten Material- und Oberflächeneigenschaften. Dabei soll der Einfluss von SLM-Prozessparametern auf die Morphologie und das Gefüge von massiven Formkörpern und daraus resultierender mechanischer Eigenschaften im Detail untersucht werden. Durch Anwenden des DLIP-Verfahrens werden maßgeschneiderte Oberflächenstrukturen auf komplexen Formkörpern realisiert. Dabei wird im Wesentlichen zwischen Oberflächen mit verschiedenen Rauigkeiten unterschieden, auf denen mittels DLIP-Verfahren hierarchische Strukturen (Mikro- und Nanostruktur) aufgebracht werden. Deren Biokompatibilität wird im Hinblick auf die Stimulation von Knochenzellwachstum durch begleitende zellbiologische Studien evaluiert. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse werden mit optimalen Parametersätzen Demonstratoren, d.h. komplexe Implantatgeometrien (Osteosynthesematerial) realisiert und hinsichtlich ihrer Eignung bewertet.

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Niedrigtemperaturlöten laserstrukturierter und metallisch beschichteter Faser-Kunststoff-Verbunde (MuMaK)

Teilvorhaben IWS:
Beanspruchungsgerechte Laserstrukturierung von Faser-Kunststoff-Verbunden hinsichtlich metallischer Beschichtung sowie nachfolgender Fügeprozesse

Fördergeber: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Förderkennzeichen:
100343527
Laufzeit: 01.04.2019–30.09.2021


Abstract

Das Hauptziel des Vorhabens besteht in einer fügetechnischen Verbindung faserverstärkter, laserstrukturierter und durch thermisches Beschichten funktionalisierter Kunststoffe mit metallischen Gegenkörpern. Der Fokus des Forschungsprojektes liegt dabei auf drei Hauptsäulen: der Laserstrukturierung, dem thermischen Beschichten und dem Fügen durch Löten.

Dabei übernimmt das Fraunhofer-IWS die Entwicklungsarbeiten im Bereich der Lasertechnik und Substratoptimierung. Die TU Chemnitz widmet sich dem thermischen Beschichten der vorbereiteten Substrate und den nachgelagerten Fügeversuchen. Die wissenschaftlich-technischen Herausforderungen liegen in einer beschichtungs- und lötgerechten Strukturierung der Oberfläche, ohne die dort eingelagerten Faseranteile zu beschädigen, um eine Kerbwirkung und den damit verbundenen Festigkeitsverlust auszuschließen. Für die Beschichtungsversuche der Laminatstrukturen kommt ein speziell auf diese Werkstoffgruppe abgestimmtes Drahtlichtbogenspritzsystem zum Einsatz, welches es ermöglicht temperatursensible Materialien mit metallischen Schichtsystemen zu funktionalisieren. Für die Fügeversuche werden vorrangig Weichlotsysteme zur Anwendung kommen, die in ihrer Legierungszusammensetzung an die thermische Beschichtung angepasst werden. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden im Verlauf des Projektes auf reale 3D-Geometrien übertragen und für die Anwendung im Bereich der E-Mobilität qualifiziert.

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Messsystem zur simultanen OTR- und WVTR-Bestimmung von Hochbarrierefolien für technologische Anwendungen (SimPerm)

Fördergeber:
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Förderkennzeichen: 100345772
Laufzeit: 01.09.2018–31.08.2021


Abstract

Im Rahmen von "SimPerm" wird ein Permeationsmessgerät entwickelt, welches simultan sowohl die Wasserdampfdurchlässigkeit (WVTR) als auch die Sauerstoffdurchlässigkeiten (OTR) von Hochbarrierefolien zuverlässig und mit einer hohen Nachweisempfindlichkeit messen kann. Das System markiert eine völlig neue Geräteklasse in der Permeationsmesstechnik und soll insbesondere in den Bereichen Organische Elektronik aber auch in der Prüfung von Lebensmittel- und Pharmaverpackungen Einsatz finden.

Die Technologiegrundlage des Vorhabens stellt die Laserdiodenspektroskopie zur Detektion geringster Wasserdampf- und Sauerstoffspuren dar. Die im Projekt adressierte Herausforderung liegt dabei insbesondere in der simultanen Realisierung einer sehr hohen Nachweisempfindlichkeit des Systems hinsichtlich beider Permeaten, die (mindestens) der Performance der am Markt verfügbaren Messtechniken beider Einzelpermeaten entspricht. Neben hard- und softwarebasierten Lösungsansätzen werden diesbezüglich insbesondere spezifisch auf die Messaufgabe abgestimmte Spiegelsysteme entwickelt und in das Messsystem integriert. Die Leistungsfähigkeit des im "SimPerm" aufgebauten Demonstrators wird anhand relevanter Hochbarriereproben getestet und bewertet.

Das Ziel des "SimPerm"-Kooperationsverbundes, bestehend aus einem Hersteller von Permeationsmesstechnik und Reinstgasmedien-Engineering (SEMPA Systems GmbH), einem Spiegelbeschichter (CREAVAC - Creative Vakuumbeschichtung GmbH) und einem F&E-Partner im Bereich Permeationsmesstechnik (Fraunhofer IWS) ist die projektnachgelagerte Vermarktung der "SimPerm"-Ergebnisse in Form des dann bis zur Industriereife weiterentwickelten Simultan-WVTR-OTR-Messsystems als auch der optischen Spiegel bzw. deren Fertigungstechnologie.

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Window Energy Management Systems mit integrierter Wärmespeicherung und Verschattung (WEMS++)

Fördergeber: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Förderkennzeichen:
100343240
Laufzeit:
01.12.2018–30.11.2020
 

Abstract

Im Mittelpunkt des beantragten Forschungsprojekts steht die Entwicklung von individuell an bestehende Fenster anpassbaren gerahmten Fensterfolien mit Wärmespeicher und Verschattungselementen WEMS++.

Ziel des Teilprojektes 1 „Fertigungsstrategien für Montagerahmen, Speicherelemente und Verschattung“ ist die Entwicklung einer wirtschaftlichen Prozesskette zur Fertigung von kundenangepassten Fenstereinheiten mit Zusatzkomponenten zur Wärmespeicherung und Verschattung bis zu einer Größe von 0,6 m x 1,2 m. Die vom IWS adressierten Teilprojekte 2 und 3 „Additive Fertigung von Extrusionswerkzeugen mittels Laserschmelzen / Fused Filament Fabrication“ widmen sich der Entwicklung von innovativen Extrusionswerkzeugen mit integriertem Thermomanagement zur schnellen Fertigung von Montagerahmen und Befestigungsmitteln. Fraunhofer IFAM und Fraunhofer IWS bringen hier ihre Kompetenzen in den Bereichen additive Fertigung, Simulation und Modellierung ein und erarbeiten Prozessketten zur reproduzierbaren Fertigung von Extrusionswerkzeugen für unterschiedliche WEMS-Montagerahmen.

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Effiziente und sichere Leistungstransistoren auf Basis von 300mm Wafern (EFFSIL300)

IWS Teilvorhaben: Konditionierverfahren für Vakuumprozesskammern

Fördergeber:
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Förderkennzeichen: 100316468
Laufzeit: 01.04.2017–31.12.2020


Abstract

Schalter aus Leistungshalbleitern sind entscheidende Beiträge zu immer effizienteren elektrischen Antrieben und zur CO2-neutralen Energieerzeugung. Ziel dieses Vorhabens ist es, neue Plattformen von Superjunction-Technologien, IGBT-Transistoren sowie Leistungs-MOSFETs zum Einsatz in elektrischen Antrieben sowie Photovoltaikwechselrichtern zu erforschen. Um mit dem hier beschriebenen Forschungsvorhaben nachhaltige und langfristig verwertbare Ergebnisse zu erzielen, werden neben den Arbeiten zu den Transistortechnologien Grundlagen neuartiger Waferbearbeitungsmethoden erforscht werden, unter anderem  maskenlose Strukturierungsverfahren und revolutionäre Konditionierungsverfahren für Prozesskammern.

Im Rahmen des Gesamtvorhabens wird das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Optische Messtechnik und Oberflächentechnologien am Fraunhofer IWS Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der laser-basierten Oberflächenanalyse und -modifikation im Bereich der Prozesstechnik durchführen.

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Verzugs- und energiearmes Laser-Mehrlagen-Engspaltschweißen zur Herstellung großformatiger, dickwandiger Stahlbaustrukturen (VE-MES)

Fördergeber:
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Förderkennzeichen: 100284836
Laufzeit: 14.08.2017–29.02.2020


Abstract

Im beantragten Projekt VE-MES  „Verzugs- und Energiearmes Laser-Mehrlagen-Engspalt-Schweißen zur Herstellung großformatiger, dickwandiger Stahlbaustrukturen – VE-MES“ wird eine neuartige, weitgehend automatisierte Laserstrahl-Mehrlagenschweißtechnologie zur Herstellung dickwandiger (15 bis 100 mm) Großbaugruppen für den Kran- und schweren Stahlbau unter Verwendung eines Hochleistungsdiodenlasers entwickelt. Inhalte der Entwicklung sind sowohl die verzugsarme Schweißkonstruktion, die wärmeminimierte Schweißtechnologie, eine industrietaugliche Schweißoptik und eine prozess- und bauteilangepasste Laserschutzeinrichtung.

Das Fraunhofer IWS liefert dazu FE-basierte Analysen für die lasergerechte Schweißkonstruktion und eine verzugsminimierte Schweißfolge. Darauf aufbauend werden am IWS die schweißtechnologischen Entwicklungen zur Adaptierung und Optimierung des Laser-Mehrlagen-Engspaltschweißprozesses für die spezifischen Anforderungen des Dickblechschweißens im Kran- und Stahlbau durchgeführt. Außerdem erfolgt am IWS der versuchsweise Aufbau der Schweiß-Systemtechnik und die schweißtechnische Herstellung eines branchentypischen Demonstrators.

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Verbundvorhaben: Flexible großflächige thermoelektrische Bauteile (GroTEGx)

IWS Teilvorhaben: Material- und Prozessentwicklung für großflächige polymerbasierte TEG (PolyTEG)

Fördergeber:
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Förderkennzeichen: 100234957
Laufzeit: 01.09.2016–31.12.2019


Abstract

Ziel des Verbundvorhabens ist die Entwicklung großflächiger und konturkonformer thermoelektrischer Generatoren (TEG) zur Rückgewinnung von Abwärme. Die geometrische Flexibilität dieser TEG ermöglicht den direkten Einsatz an Rohren und gekrümmten Oberflächen, was mit kommerziell verfügbaren TEG bisher nicht möglich ist. Innovative Druck- und Beschichtungstechniken erlauben die ressourceneffiziente und automatisierbare Herstellung großflächiger TEG, um auch größere Anlagen und Oberflächen mit kostengünstigen thermoelektrischen Energierückgewinnungssystemen auszustatten.

Herausforderungen des Vorhabens sind:

  • die Entwicklung ausreichend verfügbarer thermoelektrischer Materialien, die ökonomisch interessante Wirkungsgrade erlauben
  • die geometrische Anpassung  der thermoelektrischer Generatoren an mehrfach gekrümmte Bauteile
  • die Entwicklung ressourcensparender kontinuierlicher und automatisierbarer Fertigungsprozesse,
  • das simulationsbasierte Design und der Aufbau eines großflächigen Generators mittels Druck- und Beschichtungstechniken
  • die Minimierung thermischer und elektrischer Kontakte der TEGs.


Dieses Projekt liefert durch grundlagenorientierte Materialforschung und die Entwicklung innovativer Fertigungsprozesse einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Stärkung des Standorts Sachsen im Bereich Thermoelektrik.

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