Dresdnerin wird “German High Tech Champion (GHTC®)”

Presseinformation (Nr. XXV) - Fraunhofer IWS Dresden, / 18.11.2013

Für ihre Forschungsarbeiten zum Trennen von Faserverbundwerkstoffen mittels Remote-Laserschneiden wird Frau Annett Klotzbach und ihrem Team von der Fraunhofer-Gesellschaft der Titel „German High Tech Champion“ in der Kategorie „Lightweight Design“ verliehen. Insgesamt sechs Technologieentwickler aus deutschen Universitäten und außeruniversitären Forschungsorganisationen erhalten den diesjährigen GHTC® Award, zum 2. Mal geht der Titel an ein Forscherteam des Fraunhofer IWS in Dresden. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro verbunden und wird am 18. November 2013 im Rahmen des Zweiten Fraunhofer-Symposiums „Green Technology made in Germany – Lightweight Design“ in Tokio verliehen.

German High Tech Champions (GHTC®) - das Forscherteam am Fraunhofer IWS (Andreas Fürst, Annett Klotzbach, Frank Kretzschmar, Karsten Zenger (v.l.n.r.))
© Fraunhofer IWS Dresden / Frank Höhler

German High Tech Champions (GHTC®) - das Forscherteam am Fraunhofer IWS (Andreas Fürst, Annett Klotzbach, Frank Kretzschmar, Karsten Zenger (v.l.n.r.))

GHTC® Award - Lightweight Design

GHTC® Award - Lightweight Design

Die Geschäftsidee

Der stetig steigende Markt für Halbzeuge und Strukturen aus Faserverbundwerkstoffen erfordert fortschrittliche Fertigungstechnologien, einen hohen Materialausnutzungsgrad und automatisierte Prozessketten. Der Laser ist ein präzises, nahezu verschleißfreies, einfach zu automatisierendes Werkzeug, das in der Bearbeitung von metallischen Werkstoffen fest etabliert ist. Im Bereich der Faserverbundbearbeitung eröffnen sich mit ihm neue Möglichkeiten.

Die von Frau Klotzbach und ihrem Team entwickelte Technologie remocut® FRP (FRP steht für Fiber Reinforced Polymer) beinhaltet die Laserbehandlung für maßgeschneiderte faserverstärkte Strukturen. Sie ist ein wichtiger Puzzlestein auf dem Weg zur effizienten Gewichtsreduzierung von Fahrzeugen und Konsumgütern durch den Einsatz von Faserverbundwerkstoffen. Dank brillanter Strahlquellen, neuartiger Softwaremodule und moderner Bildverarbeitungssysteme können mit dem Laser verschiedenste Textilien, sowohl trocken als auch vorimprägniert (Prepregs), und Verbundbauteile strukturiert, geschnitten, aktiviert oder repariert werden.

Der Vorteil für den Kunden ist die Flexibilität und Produktivität der remocut® FRP-Technologie, die sowohl für die 2D- als auch 3D-Bearbeitung eingesetzt werden kann. Einzelteilfertigung ist ebenso effizient wie die Massenfertigung im Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Darüber hinaus ist es durch den Einsatz der Technologie möglich, neue Funktionen in die Teile zu integrieren, z. B. Scharniere oder Öffnungen. Durch remocut® FRP werden die Fertigungskosten von Faserverbundbauteilen in vielen Fällen drastisch gesenkt.

Die Kampagne

Der GHTC® Award ist Teil des Verbundprojekts „Internationales Forschungsmarketing“, das die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinschaftlich durchführen. Ziel des Projekts ist es, für den Forschungsstandort Deutschland im In- und Ausland zu werben und sein Profil im globalen Wissenschaftsmarkt zu schärfen.

Alle im Rahmen des Projekts stattfindenden Maßnahmen sind Bestandteil der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Initiative „Werbung für den Innovations- und Forschungsstandort Deutschland“ unter der Marke „Research in Germany“.