Reactive multilayer systems

Competencies

Reactively joined thermoplastics (Polyamide PA6)
© Photo Fraunhofer IWS Dresden

Reactively joined thermoplastics (Polyamide PA6)

Müssen zwei Bauteile materialschonend, thermosensitiv, spannungsarm und dazu noch schnell gefügt werden, ist die Wahl der richtigen Wärmequelle entscheidend. Das Fraunhofer IWS in Dresden hat eine fügezoneninterne Wärmequelle entwickelt, die optimal auf die jeweilige Fügeaufgabe zugeschnitten werden kann. Metalle, Keramiken, Halbleiter, Diamant und neuerdings sogar Polymere lassen sich mit dieser Methode wirkungsvoll verbinden.

Bei der in Dresden entwickelten Methode wird zwischen die beiden zu fügenden Bauteile eine Folie eines Reaktiv-Multischicht-Systems (RMS) eingelegt und durch einen elektrischen Impuls oder einem Laserpuls aktiviert. Vor der Aktivierung liegen in der Folie viele Einzellagen aus mindestens zwei verschiedenen Materialien vor. Durch die Aktivierung der Folie wird eine chemische Reaktion in Gang gesetzt, bei der kurzzeitig und lokal begrenzt Energie in Form von Wärme freigesetzt wird. Diese Energie wird genutzt, um innerhalb von Millisekunden eine Verbindung der Bauteile herzustellen ohne dass diese sich signifikant erwärmen.