Restaurierung von Bauwerken mittels Laserreinigung

Reinigen von gefassten Putzoberflächen an der Kirche St. Martin zu Meerane
© Fraunhofer IWS Dresden
Reinigen von gefassten Putzoberflächen an der Kirche St. Martin zu Meerane
Funktionsprinzip des Laserabtragprozesses
© Fraunhofer IWS Dresden
Funktionsprinzip des Laserabtragprozesses
Laserreinigungseffekt am Beispiel der braunen Malfarbe an Haaren und Gewand
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Laserreinigungseffekt am Beispiel der braunen Malfarbe an Haaren und Gewand

Ein junger Zweig der Laseranwendung ist das berührungslose Abtragen von Schichten. An einem zu reinigenden Bild „Einzug in Jerusalem“ in der Kirche St. Martin zu Meerane wurde der Einsatz einer mobilen Laseranlage auf seine Tauglichkeit überprüft. Ziel der Untersuchungen ist es mit Hilfe eines mobilen Lasers gefasste Putzoberflächen von Schmutzpartikeln zu befreien. Dabei gilt es die Eignung des Lasers für verschiedene Pigmentierungen des Bildes zu analysieren. Dabei sind besonders Ergebnisse zu Reinigungseffekte von gefassten Putzflächen, Eignung des Lasers für verschiedene Pigmentierungen des Bildes sowie optische Effekte auf den gereinigten Flächen (z. B. Ausbleichen) von Interesse.


Ergebnis

Die Reinigung durch manuellen Mehrfachscan des Laserstrahls über die Bildbestandteile – Haare, Gewand – mit bräunlicher Tönung ermöglicht einen homogenen Abtrag des Schmutzes ohne farbliche Veränderung.

Die restauratorischen Arbeiten am Triumphbogenwandbild hatten zuallererst konservatorischen danach dann auch repräsentativen Charakter. Das vorhandene Wandbild des frühen 20. Jh. war im Laufe der letzten einhundert Jahre durch Schmutz und Überzüge stark gedunkelt. Durch die Reinigung des Wandbildes konnte zum ersten Mal die schadensfreie Anwendung der Laserreinigung auf gefassten Putzoberflächen nachgewiesen werden.