VDI-Nachwuchspreis Nanotechnik im Rahmen der Nanofair 2012 verliehen

Presseinformation (Nr. XI) / 22.6.2012

Auf dem Abendempfang des Nanotechnik-Kongresses „Nanofair“ wurde am 12.06. im Marmorsaal des Zwingers in Dresden der VDI-Nachwuchspreis Nanotechnik an Dipl.-Physiker Andreas Tittl von der Universität Stuttgart verliehen.

Verleihung des VDI-Nachwuchspreises Nanotechnik an Andreas Tittl im Rahmen der Nanofair 2012
© Fraunhofer IWS Dresden

Verleihung des VDI-Nachwuchspreises Nanotechnik an Andreas Tittl im Rahmen der Nanofair 2012

Andreas Tittl erhielt die Auszeichnung für seine wissenschaftliche Arbeit zur Entwicklung neuartiger Wasserstoff-Sensoren. Wasserstoff kann als chemischer Energiespeicher dienen und hat das Potenzial, zukünftig Öl als Treibstoff ablösen. Zudem entsteht bei der Verbrennung keinerlei Kohlendioxid. Andererseits bildet Wasserstoff schon in geringen Konzentrationen mit Luft ein sehr explosives Gemisch. Dies erfordert ein hohes Sicherheitsdenken von Entwicklern wasserstoffbetriebener Autos oder Brennstoffzellen. In seiner Diplomarbeit zeigte Tittl, wie auf der Basis von Palladium-Nanodrähten hochsensible optische Sensoren zum Aufspüren von Spurengasen realisiert werden können. Der Trick besteht darin, mit den Nanodrähten ein Material mit perfekter Absorption zu verwirklichen, deren Änderung in Anwesenheit von Wasserstoff empfindlich und zuverlässig detektiert werden kann. Am 13. Juni stellt der Preisträger seine Ergebnisse der internationalen Wissenschafts-Gemeinde auf der Nanofair vor.

Der Preis wurde von Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert sowie Prof. Andreas Leson, Chairmen der Nanofair und stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden überreicht.Weitere Informationen

Den Nachwuchspreis Nanotechnik vergibt der Fachbereich Nanotechnik des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) aller zwei Jahre im Rahmen des Nanotechnik-Kongresses Nanofair, um hervorragende wissenschaftliche Leistungen des Nachwuchses im Bereich der Nanotechnik zu würdigen und um den besonderen Stellenwert der Nanotechnik für Wirtschaft und Gesellschaft in der Öffentlichkeit darzustellen.