Sonderfügeverfahren

Mittels elektromagnetischem Pulsfügen hergestellte Schweißverbindung von Kupfer (Cu-DHP) und additiv gefertigtem Edelstahl (1.4404)
© Foto Fraunhofer IWS Dresden

Mittels elektromagnetischem Pulsfügen hergestellte Schweißverbindung von Kupfer (Cu-DHP) und additiv gefertigtem Edelstahl (1.4404)

Leichtbau welcher dem Prinzip „Richtiger Werkstoff am richtigen Platz“ folgt, führt im Konstruktionsalltag immer häufiger zu metallischen Mischbauweisen. Diese Bauweisen erfordern ein Umdenken bei der Auswahl geeigneter Fügetechnologien. Denn Mischverbindungen aber auch additiv gefertigte Werkstücke, hochfeste Aluminiumlegierungen und Gusswerkstoffe sind nicht oder nur schwer konventionell schweißbar.

Am Fraunhofer IWS werden daher gezielt Sonderfügeverfahren, wie das Rührreibschweißen (FSW) und das elektromagnetische Pulsfügen (MPW) weiterentwickelt um diesen Herausforderungen zu begegnen. Diese Verfahren eignen sich hervorragend zum Fügen verschiedenartiger Metalle. Da sie den Grundwerkstoff nicht schmelzen, kann die Bildung von spröden, intermetallischen Phasen auf ein unkritisches Minimum reduziert werden.

Im Mittelpunkt der Forschungsthemen des Fraunhofer IWS liegt die Prozessentwicklung und Prototypenschweißung, aber auch die Entwicklung neuartiger systemtechnischer Anlagen.

Highlights

 

Neuartige Systemtechnik zum Rührreibschweißen großformatiger Luftfahrtbauteile

Diese Rührreibschweißanlage besteht aus einem neuartigen Spannsystem für dreidimensional verlaufende Schweißnahtgeometrien und einem kombinierten Schweiß-/Fräsroboter (Trolley), welcher sich autark entlang des Spannsystems bewegt.

 

Rührreibschweißen für Luftfahrtanwendungen - Forschung für leichtere und effizientere Flugzeugrümpfe aus Metall

Am Fraunhofer IWS wird seit zehn Jahren an Fügetechnologien und industriellen Konzepten geforscht, wie Flugzeugrümpfe leichter, aber auch kostengünstiger und schneller gefertigt werden können.