Entwicklung und Optimierung thermisch induzierter Fügeprozesse

Entwicklung und Optimierung thermisch induzierter Fügeprozesse

Neben Oberflächenvorbehandlung und Klebtechnologien werden Verfahren zum thermisch induzierten Fügen untersucht und weiterentwickelt. Diese Direktfügeverfahren zeichnen sich insbesondere durch kurze Fügezeiten und die Substitution von Zusatzmaterial aus.

Glasfaser-Polypropylen-Federbeindom mit direktgefügtem Edelstahl-Domlager
© Fraunhofer IWS Dresden

Glasfaser-Polypropylen-Federbeindom mit direktgefügtem Edelstahl-Domlager

Als Erwärmungskonzepte stehen neben klassischen Heizelementen auch hochdynamische Keramikheizer, unterschiedlichste Lasersysteme sowie Induktionsanlagen  zur Verfügung. Eine weitere Methode zur Einbringung kurzzeitiger lokaler Wärmeenergie besteht in der Verwendung von Reaktivmultischichten (RMS). Um die Effizienz derartiger Fügeverbindungen  nicht nur auf einen reinen Formschluss sowie schwache nicht-kovalente Wechselwirkungen (Van-der-Waals-Kräfte) zu beschränken, kann die Festigkeit  durch Applikation haftvermittelnder Schichten nochmals signifikant erhöht werden. Die so ausgebildete Direktverbindung vereint die Wirkprinzipien form- und stoffschlüssiger Fügeverfahren.