Transferverfahren zur Veredelung von Kunststoffoberflächen

Prinzipskizze Schichtübertrag auf Polymerfolien im R2R-Verfahren
© Fraunhofer IWS Dresden
Prinzipskizze Schichtübertrag auf Polymerfolien im R2R-Verfahren
Elektrisch-leitende FTO-PET-Folie
© Fraunhofer IWS Dresden
Elektrisch-leitende FTO-PET-Folie

Heutzutage werden Kunststoffe in allen Teilen von Industrie und Gesellschaft eingesetzt und dementsprechend werden die Anforderungen an die Bauteile immer komplexer. Für die meisten Anwendungen ist es ausreichend nur die oberflächennahen Bereiche der Bauteile entsprechend zu modifizieren.

Das Fraunhofer IWS bietet dafür funktionale Technologien für Folienherstellung und Spritzgussverfahren an. Dabei werden z. B. Kohlenstoffnanoröhren (CNT) während des Herstellungsprozesses in die oberen Nanometer der Bauteiloberfläche fest integriert. Durch den Transfer dieser porösen CNT-Netzwerke entsteht ein fester Verbund der Partikel mit dem Grundmaterial innerhalb der Oberfläche.

Vorteile

Dieses einzigartige Bauteildesign bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich. Zum einen werden nur geringste Materialmengen benötigt, zum anderen bleiben sämtliche Grundeigenschaften des Basismaterials, wie z. B. Verarbeitbarkeit, Lebensdauer oder mechanische Belastbarkeit, unbeeinflusst. Da das Basismaterial bei der Herstellung in den Porenraum der Nanomaterialen eindringt, existiert zudem keine zusätzliche optisch relevante innere Grenzfläche und die Schichtanbindung an alle thermoplastischen Polymere ist hervorragend